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25. Januar 2011
Im Dschungel von CSR- und Nachhaltigkeitsberichten bieten EMAS-Umwelterklärungen den befreienden Lichtblick: Nur hier garantiert ein staatliches Umweltgutachtersystem die Seriosität und Richtigkeit aller veröffentlichten Daten und Fakten.
Über die UGA-Datenbank sind die geprüften Umwelt-Reports von gut 330 EMAS-Organisationen kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich. Mit mehr als 1.000 EMAS-Umwelterklärungen – 687 online und 321 im Archiv – ist sie inzwischen zu Deutschlands größter Datenbank für geprüfte Umweltberichte avanciert.
Datenbank der EMAS-Umwelterklärungen
Zum Vergleich: Knapp 100 deutsche Unternehmen haben zwischen 1999 und 2010 einen Nachhaltigkeitsbericht nach den Richtlinien der viel diskutierten Global Reporting Initiative (GRI) veröffentlicht. Dabei ließen im gesamten Zeitraum nur 33 Organisationen ihren GRI-Bericht von externen Gutachtern überprüfen. Dies zeigt: Viele reden von Unternehmensverantwortung oder CSR. Aber nur wenige praktizieren Nachhaltigkeit systematisch und lassen sich dabei noch auf die Finger schauen. Auch die 1.330 EMAS-Organisationen in Deutschland nutzen ihr Umwelt-Engagement zum Teil für PR- und Marketingzwecke. Aber sie tun dies mit gutem Gewissen. Denn wer ein Umweltmanagement nach EMAS betreibt, überzeugt nachweislich durch gute Taten im Umweltschutz - nicht nur durch schöne Worte.
Alle Angaben in der EMAS-Umwelterklärung werden von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter überprüft und validiert. Dieser führt auch regelmäßige Kontrollen vor Ort durch, um sicherzustellen, dass kein wichtiger Umweltaspekt unter den Teppich gekehrt wird. Nicht erreichte Ziele werden in den jährlich aktualisierten Umweltberichten ebenso dokumentiert wie Erfolge. EMAS-Teilnehmer müssen ihre Umwelterklärung allen Interessierten auf Anfrage zugänglich machen.
Um den Zugriff zu erleichtern, hat die Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses (UGA) Anfang 2010 begonnen, die EMAS-Umwelterklärungen in einer zentralen Datenbank zu sammeln. Nun hat diese innerhalb eines Jahres schon die Tausender-Marke geknackt. So stehen jedem Menschen mit Internetzugang mehr als 1.000 validierte Umwelterklärungen frei zur Verfügung.
"Die Nachfrage ist groß und das Angebot wächst weiter!", freut sich Veit Moosmayer, Geschäftsführer des UGA. Das Potenzial ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft: "Erst 332 von rund 1.330 EMAS-Organisationen haben uns ihre Umwelterklärung geschickt", rechnet er vor. "Wenn es uns gelingt, alle deutschen EMAS-Organisationen zum Mitmachen zu bewegen, können wir unseren Vorsprung gegenüber anderen Berichterstattungssystemen noch weiter ausbauen." Moosmayers Idee: Die Datenbank könnte in anderen EMAS-Staaten Schule machen und helfen, EMAS weltweit als Vorreiter in Sachen Transparenz und Glaubwürdigkeit zu etablieren.
In dieselbe Kerbe schlagen die neuen Umweltleistungskennzahlen, die für eine bessere Vergleichbarkeit der tatsächlichen Umweltleistung sorgen sollen. Sie wurden mit der EMAS-Novelle 2010 (EMAS III) für die Bereiche Energie- und Materialeffizienz, Wasser, Abfall, Emissionen und Biodiversität eingeführt.
Links und Publikationen zum Thema