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Bundesumweltministerium beruft Umweltgutachterausschuss neu

25.01.2017 

UGA-Mitglieder der 8. Berufungsperiode © Sascha Hilgers/BMUB
Dr. Marianne Schönnenbeck (links) - neue UGA-Vorsitzende bei der Amtsübergabe mit Dr. Michael Schemmer (rechts), UGA-Vorsitzender von 2005-2016 © UGA GS - Frank Kermann

Am 24. Januar tagte der neu berufene Umweltgutachterausschuss (UGA) zum ersten Mal in der 8. Berufungsperiode. Bereits seit 1995 setzen sich die Expertinnen und Experten für die Förderung und Verbreitung des europäischen Gemeinschaftssystems für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung – EMAS – ein. Neben der Wahl eines neuen Vorsitzes legte der UGA die Aufgaben und Ziele für die kommenden drei Jahre fest.

 

Der Umweltgutachterausschuss (UGA) ist ein unabhängiges und plural zusammengesetztes Beratungsgremium, das unter der Rechtsaufsicht des Bundesumweltministeriums steht. Die insgesamt derzeit 45 Mitglieder sowie ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter repräsentieren unterschiedliche Interessengruppen im Bereich Umweltmanagement und setzen sich aktiv für die Umsetzung und Verbreitung von EMAS ein. Als freiwilliges Instrument hilft EMAS Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Die Bundesregierung nutzt die Potenziale von EMAS für die Umsetzung ihrer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und plant die derzeitig über 2.100 Standorte in Deutschland auf 5.000 bis 2030 zu steigern. Die Erreichung dieses Ziels will der UGA mit gezielten Maßnahmen unterstützen.

 

Die Weichen dafür stellt die neu gewählte Vorsitzende Dr. Marianne Schönnenbeck, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung/Umwelt der Rheinzink GmbH & Co. KG. „Durch die verschiedenen vorhandenen Kompetenzen meiner Kolleginnen und Kollegen im Umweltgutachterausschuss können wir EMAS breiter denken. Diese Kompetenzen möchte ich gern dafür einsetzen, EMAS sowohl in den Verbänden und Gremien als auch auf europäischer Ebene zu stärken. Als aktuelle Herausforderungen sehe ich hier zum Beispiel, dass der UGA weiterhin die EU-Kommission unterstützen sollte, EMAS bei der Kreislaufwirtschaft und speziell dem geplanten Umweltfußabdruck zu integrieren.“

 

Als stellvertretende Vorsitzende wählten die UGA-Mitglieder als Vertreter der Umweltgutachter Peter Fischer, Umweltgutachter und Inhaber der Peter Fischer Managementberatung, und als Vertreter der Umweltverbände Dr. Joachim Nibbe, NaturFreunde Deutschlands e.V. Das nächste Plenum wählt die noch offenen Vorsitzpositionen der Gewerkschaften und der Verwaltung, deren Kandidaten noch nicht feststanden.

Dr. Michael Schemmer, langjähriger Vorsitzender des UGA von 2005 bis 2016, gratulierte der neuen Vorsitzenden. Er übergab die Aufgaben zusammen mit dem Tätigkeitsbericht der vorangegangenen Berufungsperiode, in der sich der UGA primär mit der EMAS-Revision befasst, und für die Verzahnung von EMAS mit anderen nationalen Initiativen und Vorhaben der EU-Kommission eingesetzt hat. Der Tätigkeitsbericht wird in Kürze über www.emas.de verfügbar sein. In einem Interview erklärt Dr. Schemmer, was ihn 1995 als Leiter für Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umwelt dazu motivierte, EMAS bei Bombardier einzuführen: https://youtu.be/D4Bw7Q2WTVU

 


Weitere Informationen:
Umweltgutachterausschuss
Aufgaben des UGA