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Umweltgutachterausschuss veröffentlicht siebenten Tätigkeitsbericht

28.02.2017 

Der Umweltgutachterausschuss (UGA) berät das Bundesumweltministerium zum europäischen Umweltmanagementsystem EMAS und setzt sich aktiv für dessen Verbreitung und Förderung ein. In der siebenten Berufungsperiode von 2013 bis 2016 beteiligte sich der UGA an zahlreichen Aktivitäten zu 20-Jahre EMAS und brachte sich unter anderem in die Revision der EMAS-Verordnung und in die Entwicklung des europäischen Umweltfußabdrucks ein. Der vorliegende Tätigkeitsbericht ist eine Bilanz von drei Jahren Engagement für EMAS.  

Die Ende 2013 begonnene Berufungsperiode stand ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums von EMAS - 1995 wurden die ersten Unternehmen nach EMAS registriert. Der UGA förderte den Bekanntheitsgrad von EMAS mit intensiven fachlichen Diskussionen, zahlreichen Veröffentlichungen sowie auf großen und kleineren Veranstaltungen mit den Industrie- und Handelskammern, EMAS-Organisationen und der EU-Kommission.


EMAS-Revision, Umweltfußabdruck, Circular Economy

 

Ausgehend von einer eigenen Position zu den Verbesserungen und Veränderungen in den Anhängen der EMAS-Verordnung erarbeitete der UGA detaillierte Vorschläge und brachte diese in den Revisionsprozess ein. Diese Einbringung der UGA-Position in die Anhänge war vor allem durch persönliche Gespräche zwischen AG-Leitung, UGA-Vorsitzendem und den Vertretern der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission erfolgreich und sicherte das Alleinstellungsmerkmal von EMAS.


Intensiv beschäftigte sich der UGA auch mit der Kommissions-Empfehlung zum Umweltfußabdruck. Der UGA ist der Auffassung, dass das EMAS-System für den organisationsbezogenen Umweltfußabdruck genutzt werden sollte und durch eine sinnvolle Verknüpfung beider Systeme die Glaubwürdigkeit des Umweltfußabdrucks durch die von EMAS gelieferte Validierung von Umweltdaten, nachgewiesene Rechtskonformität und gesteigerter Umweltleistung verbessert werden kann. Die neu gegründete Arbeitsgruppe erarbeitete hierzu mehrere Stellungnahmen. Ebenso setzte sich der UGA für eine Berücksichtigung von EMAS bei der Umsetzung des Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft der EU-Kommission ein und wird dies auch in der kommenden Berufungsperiode fortsetzen.


Veröffentlichungen und Außenwirkung

Mit den zahlreichen Leitfäden unterstützt der UGA sowohl Organisationen bei der Einführung von EMAS als auch den Erhalt der Güte des Systems. So wurden unter anderem die Broschüre zu Fördermöglichkeiten und Privilegierungen für EMAS-Organisationen und der Leitfaden für Umweltmanagementbeauftragte überarbeitet. Ein neu entwickeltes Online-Marketing-Tool ermöglicht EMAS-Organisationen die Erstellung eines individuellen Flyers zur Eigenwerbung (flyer.emas.de).


Neue Herausforderungen für die achte Berufungsperiode

Ende 2016 begann die neue Berufungsperiode, in der der UGA weiterhin die Aktivitäten der EU-Kommission und der Bundesregierung verfolgen und begleiten wird. Schwerpunktthemen werden unter anderem sein:

  • EMAS-Evaluation im Rahmen des Refit-Programms der EU-Kommission zur Gewährleistung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Rechtsetzung
  • Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)
  • Umweltfußabdruck (Environmental Footprint)
  • Ressourceneffizienz (ProgRess)
  • Verknüpfung von EMAS mit Nachhaltigkeit (Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, CSR-Richtlinie)


Was der UGA in den letzten drei Jahren getan und was er künftig vorhat, um EMAS als anspruchsvolles und leistungsorientiertes Umweltmanagement weiter zu etablieren, können Sie im aktuellen Tätigkeitsbericht nachlesen.

 

Weitere Informationen:

Kompletter Tätigkeitsbericht
Presseinformationen und Stellungnahmen des UGA in der 7. Berufungsperiode