Zulassung und Aufsicht

Zulassung

Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH

Die Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU) mit Sitz in Bonn ist für die Prüfung, Zulassung und Aufsicht der Umweltgutachter zuständig.

 

Die Anforderungen an die erforderlichen Qualifikationen und Kenntnisse der Umweltgutachter sind in der EMAS-Verordnung (Artikel 20-22), im Umweltauditgesetz (UAG) sowie in der UAG-Fachkunderichtlinie des Umweltgutachterausschusses geregelt.

 

Neben ausreichenden Fachkenntnissen sind Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit besonders wichtige Eigenschaften:

 

Zuverlässigkeit besitzt ein Umweltgutachter nach § 5 UAG, wenn er auf Grund seiner persönlichen Eigenschaften, seines Verhaltens und seiner Fähigkeiten zur ordnungsgemäßen Erfüllung der ihm obliegenden Aufgaben geeignet ist.

Sie ist in der Regel nicht gegeben, wenn er wegen Verletzung bestimmter Vorschriften mit einer Strafe belegt ist, wenn er sich nicht in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen befindet oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist den Beruf als Umweltgutachter auszuüben. 

 

Unabhängigkeit (§ 6 UAG) heißt z.B. dass der Umweltgutachter nicht gleichzeitig Inhaber der Organisation sein darf, die er begutachtet, Mehrheitsanteile daran hat, bei ihr angestellt oder sonstwie verflochten ist. Er muss seine Tätigkeit objektiv und weisungsfrei ausüben können.

 

Die benötigte Fachkunde besitzt ein Umweltgutachter, wenn er auf Grund seiner Ausbildung, beruflichen Bildung und praktischen Erfahrung zur ordnungsgemäßen Erfüllung der ihm obliegenden Aufgaben geeignet ist.

Die Fachkunde erfordert unter anderem den Abschluss eines einschlägigen Studiums, ausreichende Fachkenntnisse sowie eine mindestens dreijährige eigenverantwortliche hauptberufliche Tätigkeit. Die Fachkenntnisse müssen in einer mündlichen Prüfung nachgewiesen werden.

 

Detailliertere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen und -verfahren finden Sie auf den Internetseiten der DAU.

Aufsicht

Durch die Aufsicht wird die Qualität der Tätigkeit zugelassener Umweltgutachter sichergestellt und trägt dadurch wesentlich zur Glaubwürdigkeit und Anerkennung von EMAS bei. Die gesetzliche Grundlage der Aufsicht findet sich im Umweltauditgesetz (§§ 15 - 20), für die Umsetzung wurde die UAG-Aufsichtsrichtlinie des Umweltgutachterausschusses erlassen.

 

Die Zulassungsvoraussetzungen der Umweltgutachter werden regelmäßig, mindestens alle 24 Monate überprüft. Eine praktische Überprüfung der Arbeit erfolgt spätestens alle sechs Jahre.

Folgende Aufsichtsinstrumente stehen der DAU zur Verfügung:

 

  • schriftliche Befragung mittels eines Fragebogens,
  • Prüfung der von den Umweltgutachtern für gültig erklärten Umwelterklärungen,
  • Prüfung der erstellten Begutachtungsberichte,
  • Überprüfung im Umweltgutachterbüro (Geschäftsstellenprüfung),
  • praktische Überprüfung zur Feststellung der erforderlichen Fähigkeiten und Fachkunde des Umweltgutachters bei seiner Arbeit in Organisationen (sogenanntes Witnessaudit).

 

Zu ihrer Unterstützung kann die DAU externe Fachleute heranziehen.

Weitere Links

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